Das Kappesfest

Seit Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre findet in Rheindahlen, dem flächenmäßig größten Stadtteil Mönchengladbachs mit ca. 27.000 Einwohnern das Kappesfest statt.

Seit 1998 ist der Verein Zukunft Rheindahlen e.V. verantwortlicher Veranstalter.

Festtermin ist immer das letzte Wochenende im April verbunden mit einem verkaufsoffenen Sonntag.
Alljährlich zieht dieses Fest, das mittlerweile weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist je nach Wetterlage zwischen 30.000 und 50.000 Besucher an.

Der Name Kappesfest leitet sich ab von der früheren Tradition des Weißkohlanbaus (Kappes) und der Sauerkrautfabrikation (Suure Kappes) in Rheindahlen Stadt und Land.
Auch wenn die kommerzielle Fabrikation des Sauerkrauts heute hier nicht mehr beheimatet ist, gilt in Mönchengladbach und Umgebung noch heute eine in dieser Zeit geprägte Redensart:  

Die Sonne scheint mit ihren Strahlen auf das Kappesland Rheindahlen.



Das traditionelle Kappesfest ist ein Fest von Rheindahlenern für den Ort und seine Gäste.
Das vielfältige Marktreiben (ca. 120 bis 150 Stände) umfasst eine anerkannt  gute Mischung aus traditionellem Handwerk, mittelalterlichem Schauspiel, heutigem Marktgeschehen, Präsentationen von Handel und Vereinen und gelungener kultureller Darbietung auf der Bühne am Marktplatz.

Der Weißkohl bzw. der Kappes findet sich gleichsam als Roter Faden in Form unterschiedlichster Kappesgerichte (Kohlrouladen, „Kappes-Schlodder“ und anderes mehr) in den Verkaufsständen rund um den großen, überdachten Biergarten auf dem Marktplatz vor der Pfarrkirche St. Helena wieder.

Vom Biergarten schaut man auf die Bühne als Ort der musikalischen, artistischen und belustigenden Darbietungen.
Sie ist zugleich ein Forum für die Vielfalt der Rheindahlener Vereine, Schulen, Kindergärten, Nachbarschafts- und Freundeskreise, sich hier zu präsentieren.

Gelingen kann dieses Fest nur, weil sich alljährlich rund um das Organisationsteam des Vereins
Zukunft Rheindahlen e. V. eine Vielzahl von Bürgern (Vereinsmitglieder und auch nicht) und einige Vereine und Gruppen ehrenamtlich in vielen, sehr vielen Stunden einbringen.

Das Fest wird im weiten Umland in der Presse angekündigt. Außerdem wird mit über 200 Plakaten, 35.000 Handzetteln, Ankündigungen der lokalen Radiosender und im Internet für das Kappesfest  geworben.

 

Bleibt vielleicht eine Frage offen: wieso ein Kappesfest im April ? Verständlich wird dies, wenn man in die Zeit vor Kühlung, Tiefkühlung und Konservendose schaut.

Der Monat April ist die Zeit zwischen den „Kappes“-jahren.

Der Weißkohl und das Sauerkraut des vergangenen Jahres sind nach den langen Wintermonaten aufgebraucht, die neuen Pflanzen für die Ernte in Sommer und Herbst werden gerade in die Erde gesetzt in der Hoffnung, dass sie für den nächsten Winter wieder kräftig wachsen und die Versorgung mit dem typischen, vitaminreichen und so vielfältig verwendbaren Wintergemüse sicher stellen.
















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